Kategorie: 5_Fragen-5_Antworten

Energetisches Logodesign – die moderne Formensprache

Die heutige Welt ist nicht mehr nur VUCA, sondern laut Stephan Grabmeier mittlerweile schon BANI. Auf seinem Blog finden Sie in der VUCA/BANI-Infografik die wichtigsten Unterschiede übersichtlich zusammengefasst.

In dieser unsicheren und nicht-linearen Welt voller unverständlicher Gegensätze buhlen Unternehmen weltweit über die Grenzen hinaus um Aufmerksamkeit potentieller Kunden. Für die Unternehmen wurden durch Marketingagenturen oder auf Corporate Identity (CI) spezialisierte Designer mehr oder weniger aussagekräftige Logos entworfen. Neben der Ästhetik spielten vielleicht noch die Farbgebung und der Bezug zur Branche eine entscheidende Rolle bei der Auswahl des wichtigsten Werkzeugs in der Außendarstellung gegenüber dem Markt. Doch reicht das noch?

Ich habe wieder mit Dr. Holger Hupfer, Inhaber des energetischen Beratungsunternehmens Acht Zeichen (XING-Profil), gesprochen, welche Alternativen Unternehmen heute bei der Gestaltung ihrer Logos und damit der Außenwirkung haben. Sein Fazit dazu ist überraschend, gibt aber für Unternehmen, die sich anders positionieren möchten, durchaus Grund zur Hoffnung. Lesen Sie im folgenden die nächste Ausgabe unseres Formats "5 Fragen - 5 Antworten" zum Thema "Energetisches Logodesign".

JSW: Herr Dr. Hupfer, Sie sehen die bisherige Vorgehensweise bei der Entwicklung eines überzeugenden Außenauftritts für Unternehmen kritisch. Ihrer Ansicht nach sollten die Unternehmen weitere Aspekte bei der Gestaltung ihrer Logos berücksichtigen. Was zählt für Sie zu einem guten Logodesign?

HH: Gute Gestaltung von Unternehmenslogos ist eine Kunst. Dabei gilt es immer, verschiedene Faktoren gegeneinander optimal auszubalancieren. Die klassischen Designgrundsätze wie beispielsweise, dass Logos einzigartig sein und leicht einprägsam sein sollen, sind in den meisten Fällen bei erfolgreichen Unternehmen gegeben. Gute Logos weisen eine eindeutige Formensprache auf, die entweder die Zuordnung zu einer bestimmten Branche ermöglichen oder die Unternehmenswerte in Szene setzen.

Gutes Logodesign sollte aber speziell in der heutigen Zeit, in der die Welt - und damit letztendlich auch die potentiellen Kunden - für Unternehmen nicht mehr so leicht greifbar sind. Stephan Grabmeier hat kürzlich in einem Blogbeitrag die Welt als brüchig und angsteinflößend dargestellt. Das Konzept der BANI-Welt geht auf den amerikanischen Zukunftsforscher Jamais Cascio zurück, der BANI als die bessere Beschreibung der aktuellen Vorgänge in unserer Welt ansieht. Wenn aber die Unsicherheit noch weiter gegenüber der VUCA-Welt gewachsen ist, so dass beispielsweise Ursache und Wirkung nicht mehr linear verknüpft scheinen. Zu viele zusätzliche Faktoren beeinflussen die Wirkung, so dass am Ende nicht mehr klar ist, welche davon die letztliche Wirkung ausgelöst haben. Auch potentielle Kunden zeigen mit ihrem Verhalten in unterschiedlichen Medien, mit teilweise deutlichem Zeitabstand zwischen den einzelnen Anknüpfungspunkten zum Unternehmen und dem geänderten Kaufverhalten eine geringere Markentreue.

Um für Kunden wieder attraktiv zu erscheinen sollten daher auch die Gestaltungen der Unternehmenslogos nach erweiterten Kriterien stattfinden. Die Einbeziehung von energetischen Faktoren ermöglicht eine Anpassung an die geänderten Rahmenbedingungen in einer BANI-Welt. Energetische Logos bilden neben der rein physischen, materiellen Ebene auch die höheren Ebenen des Unternehmens ab. Auf diesen Ebenen laufen viele Prozesse ab, die später in operativen Vorgängen abgebildet und realisiert werden.

JSW: Sie sprechen von energetischen Logos. Was unterscheidet diese "energetischen" Logos von "normalen" Logos?

HH: Einfach ausgedrückt berücksichtigen energetische Logos neben den klassischen Gestaltungsgrundsätzen zusätzliche energetische Aspekte. Sie können weitere Gestaltungsgrundsätze darauf aufbauen, um Logos auch auf den angesprochenen höheren energetischen Ebenen wirksam zu machen.

JSW: Welche energetischen Aspekte sollten dann mit in die Gestaltung von Logos einfließen?

HH: Zunächst sollten natürlich auch klassische Überlegungen eine Rolle spielen. Einfaches, eindeutiges und klares Design, welches leicht erinnert werden kann, bleibt natürlich auch bei energetischen Logos eine feste Größe. Darüber hinaus zeichnet energetisch gute Logos Stabilität in allen Dimensionen, Balance und Geschlossenheit oder eine entsprechende Formensprache aus. Trennlinien oder andere Teilzusammenfassungen sprechen immer eine beredte Sprache hinsichtlich der Vorgänge innerhalb des Unternehmens, unabhängig davon, ob die Auswirkungen schon auf der materiellen Ebene angekommen sind.

JSW: Welchen Vorteil sehen Sie für Unternehmen in der Verwendung energetischer oder energetisch optimierter Logos?

HH: Energetische Logos wirken durch ihre Gestaltung auf den oberen Ebenen, die den materiellen Ebenen übergeordnet sind - auf der Energie-, der Geistes- und der seelischen Ebene. Im energetischen Unternehmensmodell (Beitrag folgt in Kürze) steuern die oberen Ebenen die darunterliegenden Ebenen, zum Beispiel steuert die Energie-Ebene, auf der Anziehungskraft/Attraktivität und der Gegenpart Abstoßung/Abhängigkeit die darunterliegende Bewegungs-Ebene, die die Flüsse an Information, aber auch von Geld oder Material zeigt. Dieser wiederum ist die Materie-Ebene untergeordnet. Auf dieser manifestiert sich die gesamte materielle Ausstattung, wie Maschinen, Gebäude oder die finanzielle Ausstattung.

Dadurch werden Polaritäten aufgehoben, die wiederum einen freien Energiefluss von oben nach unten und umgekehrt ermöglicht. Unternehmen, die diese Grundsätze mit berücksichtigen, geraten weniger oft in Liquiditätsengpässe oder in Abhängigkeiten gegenüber anderen Unternehmen. Der Grund liegt, vereinfacht ausgedrückt, unter anderem mit darin, dass das Unternehmen oder die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens attraktiv für die Kunden sind. Aber auch der Einfluss auf die Mitarbeiter und deren Beziehungen zum Unternehmen und ihrer Aufgaben ist zusätzlich eine wichtige Größe in der Wirkung energetischer Logos.

JSW: Zum Abschluss noch eine heikle Frage. Was ist für Sie das perfekte Logo und warum?

HH: Eine schwierige Frage (lacht)... Wenn ich mir die großen Unternehmen und ihre Logos vor Augen führe, dann würde ich mich für das Logo von Apple entscheiden. Hier sind wichtige gestalterische Grundsätze zu Perfektion mit den energetischen Grundsätzen verknüpft. Die Apfelform steht stabil und ist in sich ausgewogen. Zusätzlich zeigt die Verwendung runder, organischer Formen den Fokus des Unternehmens auf das Kerngeschäft. Zusätzlich drückt ich darüber auch die Zeitlosigkeit der Produkte (oder deren Gestaltungsprinzipien) aus. Die innere Geschlossenheit der Apfelform zeigt auch die innere Bindung zwischen Kunden und Unternehmen sehr deutlich.

Natürlich ist auch der Aufbau aus Kreisen, die der Fibonacci-Folge entsprechen (der sog. Goldene Schnitt), ein absolut zeitloses und kaum zu verbesserndes Merkmal des Logos.

JSW: Vielen Dank für das Interview und die Einsichten, die Sie mit unseren Lesern teilen. Vielleicht werden zukünftig weitere Unternehmen diese Prinzipien mit berücksichtigen, wenn es zum Rebranding oder der Entwicklung neuer Logos kommt. Ebenso bleibt zu hoffen, dass Grafiker und Logodesigner diese Erkenntnisse mit in ihre Arbeit einfließen lassen.

 

Jetzt gründen? Oder warten?

 

Die Corona-Pandemie hält die Welt seit Wochen in Atem. Das öffentliche Leben ist in vielen Ländern spürbar eingeschränkt, viele Menschen sind in Kurzarbeit und kleine Unternehmen bangen um ihr Überleben. Unter solchen Bedingungen fragen sich zahlreiche Menschen, die vor der Grüdung eines eigenen Unternehmens stehen, ob sie überhaupt Anstrengungen unternehmen sollen, um ihr eigenes Geschäft auf die Beine zu stellen.

Ich habe mich mit einem Unternehmensberater in Videokonferenz getroffen, der sich im Speziellen mit Kleinunternehmen und Existenzgründern auskennt. Dr. Holger Hupfer, Inhaber des energetischen Beratungsunternehmens Acht Zeichen (XING-Profil), hilft Existenzgründern auf vielfältige Weise, so beispielsweise mit der Unterstützung in Vertrieb und Marketing, aber auch bereits dabei, wenn es um den richtigen Außenauftritt in Form des Logos oder um die Erstellung des Businessplans geht. Für das Interviewformat "5 Fragen - 5 Antworten" hat er für uns Stellung zum Thema "Gründen in der Krise" genommen und seine Gedanken mit uns und unseren Lesern geteilt.

 

JSW: Herr Dr. Hupfer, zunächst möchte ich Ihnen danken, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview nehmen. Fünf Fragen zu einem Brennpunktthema für Jungunternehmer, die jetzt in der Coronakrise natürlich stark verunsichert sind.

HH: Keine Ursache. Ich freue mich auf unser Gespräch, um den Menschen, die am Beginn einer unternehmerischen Herausforderung stehen, Hilfestellung zu geben und ihnen - hoffentlich - etwas mehr Sicherheit zu geben.

 

JSW: Wie erleben Sie momentan die aktuelle Situation mit all den Einschränkungen, die unser Leben vollständig aus der Bahn geworfen haben?

HH: Zur Zeit geht es in meinem Umfeld vor allem darum, gesund zu bleiben. Das ist auch für mich und meine Familie das Wichtigste. Beruflich gesehen ist ein deutlicher Rückgang nach Unternehmensberatung zu verzeichnen. Selbstverständlich sind die Herausforderungen in den Unternehmen immer noch die gleichen wie vor der Krise. Was sich jedoch verändert hat, ist meiner Ansicht nach, dass viele, auch etablierte Unternehmen, eine sehr große Unsicherheit bezüglich der Zukunft haben. In vielen Unternehmen läuft zwar noch die Produktion, Folgeaufträge bleiben hingegen aus. Vor diesem Hintergrund scheuen die Unternehmen vor Investitionen und notwendigen Korrekturmaßnahmen zurück.

 

JSW: Worauf achten Sie selbst?

HH: Wie ich schon sagte, das Wichtigste ist momentan, gesund zu bleiben. Kein unnötiges Risiko für sich, die Menschen im engsten Umfeld und Andere einzugehen. Die Aktivitäten in der Freizeit haben sich naturgemäß sehr stark reduziert. Treffen mit Freunden, Ausflüge mit der Familie oder ähnliche Aktivitäten wurden abgelöst durch Spaziergänge in der nächsten Umgebung und die Beschäftigung im Garten.

Auch bei den beruflichen Aktivitäten, insbesondere das Coaching von Bewerbern, hat sich ein Umdenken ergeben. Statt persönliches Face-to-face-Coaching gibt es jetzt Telefon- und Videocoachings. Aber die Menschen sind durchaus alle verständnisvoll und freuen sich, dass in alternativer Form trotzdem ein Angebot für sie besteht.

 

JSW: Wie beurteilen Sie die Chancen für Unternehmen, speziell für kleine Firmen?

HH: Ich denke, dass vor allem die kleinen Firmen einem massiven Druck ausgesetzt sind. In vielen Unternehmen laufen ja die Fixkosten weiter, ohne dass aber wieder nennenswerte Umsätze generiert werden. Ich finde es gut, dass so viele Unternehmen in den am stärksten eingeschränkten Branchen wie Gastronomie oder Buchhandel, sehr schnell reagiert haben und neue Geschäftsmodell quasi über Nacht ausprobiert haben. Der Lieferservice von Gaststätten und Restaurants zum Beispiel oder die kurzzeitige Vermietung von Hotelzimmern für drei bis sechs Monate zum Beispiel standen mit Sicherheit vorher überhaupt nicht zur Disposition für die betroffenen Unternehmen. Vor diesem Hintergrund mildern sich die Auswirkungen der Coronakrise vielleicht wieder etwas ab. Der Gesamtschaden, den die Wirtschaft in Deutschland und Europa erleidet, ist wahrscheinlich noch lange nicht genau zu beziffern. Bis wir wieder zur Normalität, wenn es diese dann noch gibt, zurückkehren, werden die Unternehmen nach wie vor sehr hart um das Vertrauen von Kunden und damit um Aufträge ringen müssen.

Unternehmen können die Krise aber auch als Chance begreifen und jetzt systematisch die Schwachstellen bearbeiten, die aufgrund des Tagesgeschäfts oft hintenan gestellt wurden. Ich kann dabei mur den Appell an alle Unternehmer richten: Nehmen Sie sich jetzt die Zeit, alle Prozesse, Liefer- und Absatzketten und so weiter zu analysieren. Nutzen Sie die Möglichkeit, zukunfts- und krisenfeste Geschäftsmodelle zu entwickeln oder auszubauen. Die aktuelle Situation kann auch für Ihr Unternehmen eine Art Katalysator für die notwendige Digitalisierung sein. Wir sehen in vielen Unternehmen bereits eine deutlich höhere Bereitschaft für Formen des "New Work", mehr Flexibilität für die Vereinbarung von Beruf und Familie etc. Gleichzeitig stärken die Unternehmen auch die digitale Sicherheit für Arbeitsabläufe, die, konsequent ausgebaut, sich zukünftig positiv für die Unternehmen auswirken wird. Insgesamt werden viele Unternehmen, die die Zeit jetzt nutzen, um sich neu aufzustellen, gestärkt und besser für die zukünftigen Herausforderungen gerüstet aus der Krise hervorgehen.

 

JSW: Alle Punkte, die Sie jetzt angeführt haben, betreffen ja Unternehmen, die bereits am Markt sind oder zumindest waren. Welche Tipps können Sie Existenzgründern momentan geben? Worauf ist besonders zu achten?

HH: Existenzgründer haben oft leider noch nicht die Erfahrungswerte, über die etablierte Unternehmen bereits verfügen. Gründer benötigen, je nach der Phase der Existenzgründung, in der sie sich gerade befinden, unterschiedliche Tipps. Existenzgründer, die mitten im Gründungsprozess stehen, sollten damit beginnen, ihr Geschäftsmodell grundlegend zu überarbeiten. Zunächst kommt es in der ersten ökonomischen Phase darauf an, sich und das geplante Business zu organisieren. Die Krise bringt, wie bereits angedeutet, viele neue Ideen hervor, wie ein geplantes Geschäftsmodell an die aktuellen Bedürfnisse vieler Menschen angepasst oder ergänzt werden kann.

Gründer, die noch nicht mit der Gründung begonnen haben, sollten sich überlegen, ob sie dazu beitragen können, bestimmte Problemstellungen, die in der Krise auftreten, effektiv lösen zu können. Dann gilt es: Volle Kraft voraus! In anderen Fällen sollte über einen Aufschub der Gründung nachgedacht werden. Ein neues Restaurant oder einen Beautysalon aufzumachen, ist jetzt einfach nicht möglich und der falsche Zeitpunkt dafür.

 

JSW: Zusammengefast also: Erst sehen, wie das Unternehmen dasteht, um danach zu prüfen, wie trotz der Einschränkungen Geld verdient werden kann. Wie bewerten Sie den weiteren Fortgang der Krise. Wann sehen Sie eine Entspannung der Lage?

HH: Ich möchte noch einmal kurz auf Ihre Zusammenfassung zurückkommen. Erst die Unternehmensanalyse, das ist richtig, danach geht es zwar ums Geldverdienen, allerdings geht es um sinnvolles und moralisches Geldverdienen. Es geht nicht darum, das gehortete Toilettenpapier überteuert bei Ebay oder anderen Internetplattformen zu verkaufen. Es geht um die Prüfung, mit den Herausforderungen der Krise und der eigenen geplanten Geschäftsidee eine möglichst große Übereinstimmung herzustellen. Denkbar wäre vielleicht auch eine nebenberufliche Gründung.

Nun zu Ihrer Frage nach der Entspannung der Lage: Ich wünschte, darauf eine Antwort haben zu können. Wir müssen momentan auf die Experten vertrauen, die mit Weitblick zum richtigen Zeitpunkt die Beschränkungen wieder zurücknehmen (lassen). Wichtig sind meiner Meinung nach weder übereilte Lockerungen, wie sie beispielsweise in Amerika ganz offen diskutiert werden. Dabei steckt das Land noch mitten in der Coronaepidemie. Noch sind Lähmung und Angststarre angebracht, die sich schnell aufgrund der unsicheren Zukunft breit machen könnten. Wir sollten alle, die in der Wirtschaft Verantwortung tragen, tatkräftig unterstützen und die Chancen, die sich durch die Krise ergeben erkennen, nutzen und gleichzeitig unseren Mitmenschen helfen.

JSW: Danke, Herr Dr. Hupfer, für das Gespräch.