Lebenslauf

Größere Chancen für Jobsuchende in 2019

So langsam kommen sie wieder… Endlich ist wieder Aufatmen angesagt.

So oder so ähnlich sind die Reaktionen von Teilnehmern im Bewerbungscoaching.

Die Rede ist von Stellenausschreibungen, die in den letzten sechs Wochen bedingt durch die Urlaubszeit in vielen Unternehmen deutlich zurückgefahren wurden. Es kann nur so sein, denn: Warum sollte ein Unternehmen eine Stellenbeschreibung online haben, wenn keine Mitarbeiter verfügbar sind, die Anfragen bzw. Bewerbungen zeitnah zu bearbeiten? Warum sollten Stellen ausgeschrieben werden, wenn vielleicht das dafür vorgesehene Budget noch nicht verabschiedet wurde oder mitten im Bewilligungsprozess in irgendwelchen Gremien steckt?

Obwohl sich der entsprechende Prozess jedes Jahr wiederholt, sind die Betroffenen immer wieder überrascht, verärgert oder zeigen Unverständnis. Jedoch zeigte eine Studie von Joblift bereits im Jahr 2017 nach der Analyse tausender Stellenangebote und Online-Bewerbungen, dass zu allen Ferienzeiten die Zahl der angebotenen Stellen und die Bearbeitungszeiten sich zu Lasten der Bewerber verschieben. Erhalten beispielsweise Bewerber in der Regel nach ein bis zwei Wochen ein Feedback der Unternehmen, so dehnt sich die Zeit, speziell in den lange andauernden Sommerferien, auf zwei bis vier Wochen aus.

Auf Bewerberseite ist die Überraschung oder Verärgerung auch sehr gut verständlich. Schließlich liebt sicherlich kein Bewerber den Zustand, sich ständig nur mit dem aktuell fehlenden Job zu beschäftigen und Wege zu finden, um diesen Zustand abzustellen. Und genau in diesem Moment kommt dieses Sommerloch oder die Weihnachtszeit oder spät liegende Pfingstferien, wo sich bereits die ersten Absolventen bewerben oder, oder, oder.
Oft fragen Coachees nach Möglichkeiten, wie sie diese Phasen überwinden können bzw. was sie in dieser Zeit machen können. In den „schwachen“ Phasen, wo die Zahl der Bewerber sehr hoch im Verhältnis zu den Stellenangeboten ist, oder wenn weniger offene Stellen angeboten werden, gilt generell eine aktive Grundeinstellung. Es kommt darauf an, seine Bemühungen unabhängig von Angeboten zu gestalten. Arbeiten mit Initiativbewerbungen, Zielgruppen¬kurzbewerbungen oder mit spezifisch aufbereiteten Onlineprofilen gehört ebenso zu den Möglichkeiten wie die konsequente Netzwerkarbeit, um relevante Gesprächspartner an sich zu binden.

In jedem einzelnen Fall sollten Bewerber die möglichen Lösungen vorher prüfen, bevor sie sich auf eine oder einige Möglichkeiten festlegen. Nicht alle Wege passen zum Bewerber oder zu angestrebten Job. Schließlich ist auch zu berücksichtigen, ob die gewünschte Zielgruppe sich überhaupt auf diesen Wegen erreichen lässt.
Im Hinblick auf den beginnenden Herbst und die bereits in Vorbereitung befindlichen Stellen für das Jahr 2020 ist die Situation für Bewerber auch wieder deutlich entspannter. Dennoch stellen auch und gerade die Lösungen für die vermeintlich schlechten Zeiten in „normalen“ Bewerbungszeiten interessante Alternativen dar, mit denen sich aufgeschlossene Bewerber durchaus immer beschäftigen können.

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