Mittelständische Unternehmen stehen oft ohne externe Beratung vor unüberwindlichen Hindernissen, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können.

Wie Sie für Ihr Unternehmen effektiv die geeigneten Auszubildenden rekrutieren

Azubimarketing für kleine und mittlere Unternehmen

Auch im vergangenen Jahr haben wieder viele Auszubildende einen Ausbildungsplatz und die Unternehmen viele neue Mitarbeiter gewonnen. Dennoch sind in zahlreichen Firmen wiederum viele Ausbildungsplätze leer geblieben: So waren beispielsweise im vorvergangenen Jahr ca 43.500 Ausbildungsplätze unbesetzt nach rund 41.000 im Jahr 2015. Gründe für diese Entwicklung lassen sich nicht konkret bestimmen. So wird von den betroffenen Unternehmen – oft kleine Unternehmen im ländlichen Raum – häufig als Erklärung auf die steigende Zahl von Studenten verwiesen.

Aber auch Passungsprobleme sind mitunter ein Hinderungsgrund, weshalb viele Unternehmen lieber die Ausbildungsplätze unbesetzt lassen, als den Bewerbern eine Chance zu geben, sich zu entwickeln – auch, wenn das Profil nicht dem Wunschprofil des Unternehmens zu 100% entspricht.

Wie können Sie als Unternehmer offene Stellen effektiver besetzen?

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Nicht nur bei der Suche nach „dem“ richtigen Kunden ist es unumgänglich, sich mit der eigenen Zielgruppe zu beschäftigen. Auch bei der Suche nach dem oder den richtigen Auszubildenden ist eine klare Zielgruppendefinition der Schlüssel zum Erfolg. Wenn sich Unternehmen ein klares Bild der Personen machen, die sich für die nächsten zwei oder drei Jahre innerhalb des Betriebs ausbilden lassen möchten, dann kann ein gezieltes Marketing für diese Azubis durchgeführt werden. Moment – Marketing für Azubis???

Moderne Unternehmen vertrauen nicht mehr nur darauf, dass sich aus einer Vielzahl von Bewerbern schon der oder die Passenden finden lassen. Die Ansprüche an ein attraktives Unternehmen von Seiten der Bewerber sind vielfältiger geworden. Es zählt nicht mehr nur das überdurchschnittliche Gehalt, sondern zunehmend auch weiche Faktoren wie Entwicklungsmöglichkeiten, die Arbeitsatmosphäre oder die Form der Hierarchien. Aus diesem Grund nehmen Firmen unter anderem die Fäden selbst in die Hand und versuchen mit geeigneten Aktionen gezielt die richtigen Azubis anzulocken.
Ein zusätzlicher Grund ist, dass Unternehmen hohen Wert auf Effektivität legen. Die gezielte Bewerberansprache bringt mit wenig Aufwand eine Vielzahl von potentiell geeigneten Kandidaten zum Unternehmen. Mögliche Aktionen für die Unternehmen können vom klassischen Tag der offenen Tür bis hin zu Kooperationen mit Schulen, Jugendeinrichtungen oder Sportvereinen reichen. Auch die Präsenz der zumeist jugendlichen „Digital Natives“ im Internet stellt einen Anknüpfungspunkt dar, an dem Unternehmen mit attraktiven und nützlichen Apps oder kurzweiligen Games die Jugendlichen auf sich aufmerksam machen können.

Andere Maßnahmen setzen an der zweiten Zielgruppe neben den Auszubildenden an, bei den Eltern. Durch attraktive Praktikums- oder Ferienjobplätze, zu denen die Eltern raten können, werden mitunter frühzeitig und nachhaltig Jugendliche für ein Unternehmen begeistert. Auch in Zeiten des Internets stellen die Eltern bei der Berufsfindung und dem Bewerbungsprozess erfahrungsgemäß die erste Anlaufstelle für junge Menschen dar. Nach meinen eigenen Recherchen in Bewerbungscoachings ist dieses Phänomen jedoch nicht nur auf Jugendliche beschränkt, sondern zeiht sich noch in weitere Altersklassen hinein. So vertrauen selbst Mittvierzger bei der Gestaltung von Bewerbungen immer noch sehr stark dem Urteil der Eltern.

Der Mix macht’s

Als mögliche Grundsätze bei der Gestaltung des Marketingmix für die Gewinnung von geeigneten Auszubildenden kommen meiner Meinung folgende Punkte in Betracht:

  1. Haben Sie ein Ohr für die Belange und Bedürfnisse der Auszubildenden
  2. Gehen Sie auf die Auszubildenden zu und holen Sie diese dort ab, wo sie sich gerade befinden.
  3. Bieten Sie Ihren künftigen Auszubildenden etwas. Schnöde Werbeparolen schrecken ab.
  4. Nehmen Sie eine Segmentierung Ihrer Zielgruppe vor. Mögliche Zielgruppen können beispielsweise Azubis, Schüler, Eltern, Lehrer oder außerschulische Betreuungpersonen (Fußballtrainer, etc.) sein.
  5. Sprechen Sie die Zielgruppen spezifisch und individuell an.
  6. Seien Sie selbst authentisch bei dem, was sie schreiben und tun.
  7. Interessieren Sie sich für Jugendliche, unabhängig davon, ob diese als Azubis für Sie interessant sind oder nicht.

Letztendlich ist alles, was Sie und Ihr Unternehmen näher an die Jugendlichen bringt, förderlich. Nur wenn Sie Kontakt mit potentiellen Azubis haben, kann das Ausbildungsmarketing überhaupt funktionieren.

 

Steckbrief

Dr. Holger Hupfer, Jahrgang 1971
Der Inhaber des Beratungsunternehmens ACHT ZEICHEN ist als energetischer Unternehmensberater mit dem Schwerpunkt Vertrieb und Marketing tätig. Die frühzeitige Kenntnis von Blockaden und Hindernissen ist für jedes Unternehmen die Möglichkeit, frühzeitig gegenzusteuern. Mit dem Ansatz, diese Kenntnisse Unternehmen durch Resonanzen aus dem Informationsfeld des Unternehmens zur Verfügung zu stellen, ist der Autor in Deutschland einer der wenigen energetischen Unternehmensberater, die die klassischen betriebswirtschaftlichen Ansätze als weniger bedeutsam betrachten.
Daneben berät Dr. Hupfer auch kleine und mittlere Unternehmen auf eine alternative Art hinsichtlich der Lösung von geschäftlichen Hindernissen. Auch Existenzgründer profitieren von seiner Art, die Dinge anders zu bewerten. Hier unterstützt der Autor bei den ersten Schritten bis hin zu konkreten Maßnahmen zur Kundengewinnung und der Auswahl von Terminen von Geschäftsereignissen.

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